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KURZE GEILE NEUIGKEIT!!!

ICH HABE HEUTE DIE BESTÄTIGUNG DER AGENTUR BEKOMMEN! ICH FLIEGE AM 2. OKTOBER NACH DEUTSCHLAND! Genauere Flugdaten gibts erst 5 Wochen vorher, und ich werde verraussichtlich über Nacht fliegen und erst am 3. wieder da sein, aber ABFLUG IST HIER DEFINITV AM 2. OKTOBER 2008!!!!
4.6.08 15:59


Neuer Eintrag als Aupair im Westchester County

Heute musste ich mit meinem Großen zu einer Geburtstagsfeier gehen. Da er nicht sehr talkative ist, machte ich mir zuerst etwas Sorgen, wie das wohl werden soll- aber es kam alles auch ganz anders. Angekommen in einem kleinen, schönen Vorstadthäuschen stand das Geburtstagskind vor der Tür und bewässerte mit einem Gartenschlauch den Rasen. Ein komischer Vater stand herum und eine Frau lief immer mal wieder verdruckst durch das Bild...(voraussichtlich die Nanny, so wie sie sich verhalten hat.) Zuerst dachte ich, das sei die Mutter, aber als dann eine herum operierte, blonde Pamela aus dem Haus herauskam, war mir klar, wer hier der Houseowner ist. Aufgesprizte Lippen, Haarverlängerungen, und ein Kleid, dass ich jetzt mal als ein „kleines weißes Etwas“ bezeichne... Sie kam dann und meinte ich solle herein kommen- als ich dann auf die mit Wasserspielenden Kinder deutete, meinte sie nur: Ja, einer muss draussenbleiben, aber sicher nicht sie! (und deute auf ihr Kleidchen)... Nun denn, alles lief nach und nach außer Kontrolle und ich dachte mir schon, das werden die langweiligsten 2 Stunden meines Lebens (Mütter bleiben hier bei Birthday Parties immer mit dabei, nur meist kennen sich alle...ich kenn halt niemanden).... Tja, wie ich am Blick vieler Mütter erkennen konnte, WOLLTE aber auch gar niemand da bleiben...ich war also relativ alleine. Eigentlich hätte das ganze ne Dance Party werden sollen- irgendjemand hatte sich aber um entschieden und es wurde eine „Wir drehen eine Film“ Party. 2 Menschen waren angeheuert die 9 und 10 jährigen dazu zu motivieren, Filmszenen aufzunehmen. Jetzt bin ich ja doch etwas pädagogisch geschult, sodass mir die zwei Leutchen zwar etwas Leid taten bei der Horde wilgewordener Kinder, aber andererseits hatten sie sich auch eine sehr schlechte Aufgabe ausgedacht und gingen das ganze falsch an. (Ich sah's schon als Lehrprobe mit nachträglichem Reflexionsgespräch vor meinem geistigen Auge). Fräulein Pamela hatte es sich wohl irgendwie im Haus gemütlich gemacht, die einzigen Leute, die draußen mit den Kindern waren, waren die pseudo Nanny, diese beiden angestellten Leute, der „to busy doing nothing“ Vater des Kindes, ein anderer Vater, der sich wirklich um alles kümmerte, obwohl er, genauso wie ich, nur da war um seine Kinder zu beschützen, und Ich. Irgendwann lief die Filmszene ETWAS außer Kontrolle- die Frage ist nur, wen man dafür verantwortlich machen kann. Die Kinder wissen in ihrem Alter noch nicht, wann genug ist. Wenn fürs Fernsehen gerauft wird, kann so was schon mal ausarten. Die Beiden Typskies hatten keine Ahnung, was zu tun ist, außerdem waren sie oft mit 2 Kindern schon zu überfordert um auch noch nach allen anderen zu schauen. Irgendwann lief es dann so sehr aus dem Ruder, dass es eine kleine Schlägerei gab, in der mein Großer leider unten lag, und sogar Pizza an den Kopf bekam. Spätestens dann war mir klar, dass dies keine „gute Party“ sein würde. H. Lies sich davon aber nicht beirren, ihm gefiel es sich Filmszenen auszudenken. Mit dahin schleichendem Minutenzeiger stand ich also im Garten und beobachtete das Ganze. Miss Pamela (die nicht wirklich Pamala hieß, stöckelte von Zeit zu Zeit herunter und jammerte vor sich in, dass ihr Kleid schmutzig wurde, das die Kinder reinkommen sollten zum Pizza essen etc, dass sie nie wieder eine Geburtstagsparty geben würde, dass sie dafür verantwortlich sei, wenn was passierte, und dass bestimmt gleich was passieren würde, da die Kinder ja um den very expensice BMW herum rennen.....

Ich weiß gar nicht mehr wann, aber irgendwann, als es bei den Kindern mal wieder ausartete kam sie aus dem Haus und lies einen Brüller los, dass sie alle Eltern anrufen würde, weil alle Kinder sich so schlecht verhalten. Sofort waren alle ruhig und Miss Pamela meinte zu mir: Ja es sei doch wahr, sie sei doch kein Babysitterservice, was die Eltern sich einbilden, die Kinder einfach nur abzuliefern, und die Kinder würden wie die gestörten in ihrem Haus herumlaufen, in Zimmer, in die sie gar nicht dürfen, und das die gar nicht erzogen wären, und überhaupt und sowieso. Hm........ Was sagt also ein 2. klassiges Aupair? Erst mal tapfer nicken? Ok, aber dann hab ich doch mal versucht zu sagen, dass Kinder in dem Alter noch nicht wissen, wann genug ist (zumal Kinder meist das Ebenbild ihrer Eltern, bzw. deren Erziehung ist *räusper*), und dass ich doch hier wäre um mein Kind zu beaufsichtigen!. Oh- einen Bösen Blick hab ich mir da geerntet soweit ich das unter dem Mascara und den aufgeplusterten Lippen sehen konnte. Nachdem H. Dann irgendwann die 2. Ladung Pizza abbekommen hatte, meinte er, er fühle sich nicht nach hier bleiben und ich fuhr ihn nach Hause. Hatte ein langes Gespräch mit ihm unterwegs und zu hause haben wir es natürlich gleich Sally erzählt, die der Mutter schon gleich ne email geschrieben hat. Mal sehen was da noch so passiert.


Diese Party war mal wieder ein typisches Beispiel mit vielen Kleinigkeiten, von verzogenen, reichen Schnöselkindern. Die Kinder rennen mit Socken im Gras herum, egal was die Eltern sagen, auf die wird eh nicht gehört, weil die voraussichtlich nie zu hause sind. Auf die Nanny wird aber auch nicht gehört, weil man auf die ja eh nicht hören muss. Und was alles andere betrifft? Je reicher die Kinder, desto weniger Regeln. Aber desto schlimmer halt auch die Kinder.

Man muss sagen, das Haus war nicht schlecht. Das typische Kinder-Spielzimmer (man hat hier ja nicht Kindersachen in jedem Zimmer, sondern es gibt ein Haus für Besuch, und 1 Zimmer, dass die Kinder nutzen dürfen. Ansonsten war es nett eingerichtet. Kleiner als meines hier, bewohnlicher- um nicht sogar zu sagen: normaler. Obwohl ich mich mittlerweile auch an dieses Haus hier gewohnt habe. Wenn ich mir hier die Küche so anschaue empfinde ich mittlerweile kein Gefühl der Fremde mehr, es ist schon mehr oder weniger meine Küche. ) Was hätte mir auch das normalere Haus gebracht, wenn ich bei der Miss Pamela heute gelandet wäre?


Traurig war nur, dass mir H*** Gesicht so Leid tat. Er hatte keinen schönen Nachmittag, und konnte nicht verstehen, wieso die so gemein waren. Und ich frage mich, ob man prozentual sagen kann, dass hier aus unserem Gebiet mehr dumme Kinder hervor gehen als aus anderen? Und überhaupt- wo kommen die nicht erzogenen Kinder hier nachher alle hin???? Ah genau..... nach Washington DC ins Ovale Office^^ (Ich habe letzte Woche einen tollen Spruch gelesen: „Somewhere in Texas there is a Village missing an Idiot&ldquo............................................

7.6.08 03:32


Heiß- heiß- heiß

Nach mittlerweile schier unerträglichen Hitzetagen wird es jetzt langsam etwas kälter. Ich habe den Pool diese Woche jetzt schon prächtig eingeweiht- ob mit Buch auf dem Luftmatratze ähnlichem Stuhl im Pool, oder mit Schwimmbrille beim Bahnen ziehen- so lässt sich das Leben genießen. Vergangenen Sonntag waren Kerstin und Ich auf Coney Island, der einzige Strand der New Yorker, der den Atlantik berührt. Wie mussten wir feststellen: Wir sind jetzt zu hause näher denn je Nach 3 Jahren Schwimmen würden wir vielleicht auch mal in Frankreich ankommen^^ Aber da ich noch nicht genug von all dem Strand hatte bin ich am Mittwoch mit Helen gleich nochmal an einen Strand gefahren- 15 Minuten von hier liegt Rye- mit einem Sandstrand zum Long Island Sound. Und weil meine Gastmutter mitbekommen hatte, wie „Strandgeil“ ich bin, hat sie uns heute gleich mal nach Connecticut geschickt, zum schönsten Stand der Umgebung hier...in Sherwood Island. Kaum hat man sich also mal vom einen Sonnenbrand etwas erholt, kommt auch schon der nächste. Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass ich auch gerne zu hause in den Pool hüpfe, wann werde ich das schon mal wieder haben, nur die Terassentür öffnen und Bahnen ziehen??? Vermutlich nie wieder. Leider wurde meine Idylle öfter gestört. Am Dienstag hatten wir 42°C im Schatten, sodass die Zwillinge früher von der Schule abgeholt wurden, und am Freitag haben „wir“ die Kinder mal ausschlafen lassen, weil S. Abends eine Ballettaufführung hatte und dafür ausgeschlafen sein musste. Und da manche Eltern einfach unfähig sind ihre Kinder zu vernünftigen Zeiten ins Bett zu bringen, muss man sie einfach morgens länger schlafen lassen, und dann gar nicht mehr zur Schule schicken. (es kommt nicht selten vor, dass ich um 11 Uhr abends vor den Kindern einschlafe...*räusper*)

 

Heute Abend haben wir drei Mädels und noch etwas typisch Amerikanisches gegönnt. In unserem Stammlokal Cosi in Mount Kisco kann man S'mores am Tisch grillen- sein eigenes kleines Lagerfeuer haben. Man braucht dazu nur einen Grillplatz, Graham Cracker, Marshmellows und Schokolade. Wie das geht seht ihr auf den Bildern yummi

15.6.08 04:05


Streets of Philadelphia

So, da bin ich wieder ...zurück aus den Streets of Philadelphia!

Die Stadt hat mir super gut gefallen- ich fand es sogar beinahe noch schöner als Boston. (Kann aber auch daran liegen das Boston total verregnet war, und das Wetter gestern beinahe ohne Ausnahme SUPER war).

Los gings um 6 Uhr mit dem Zug nach Manhattan, da unser Bus von Chinatown aus um 8 Richtung Philly fahren sollte. Chinatown ist hier in New York eine ziemlich eklige Sache. Es stinkt, die Leute spucken ständig auf den Boden, man kann nicht mehr Englisch lesen, alles ist nur noch chinesisch, es ist ziemlich verdreckt und kaputt....aber wir waren ja zu 3. und es war ja auch nicht unsere erste und letzte Chinatownbuserfahrung. (Aber seien wir mal ehrlich: Hin und Rückfahrt kostete insgesamt 20 Dollar- da kommt man mit keinem Zug hin ).


Als wir nach nicht mal ganz 2 Stunden fahrt über den Delawareriver nach Philadelphia rein fuhren blieb mir erst mal die Sprache weg. Die Skyline war atemberaubend. Natürlich: New York ist vollkommen anders, aber Philadelphia sieht auch schon mit den 3 hohen Glasbauten einfach genial aus. Genauso wie im Film Philadelphia am Anfang.


Wir wurden wieder in Chinatown gedropped, und mussten uns erst mal durch das eklige Gebiet herausfinden, wo rohe Hühner neben Turnschuhen im Schaufenster hängen...


Wir haben 2 Spaziergänge aus dem Reiseführer abgelaufen und haben jede Menge gesehen. Als „waschechte“ New Yorker mit einem sich einleuchtendem Straßensystem im Grit haben wir uns natürlich in Philadelphia oft verlaufen. Es hat etwas gedauert ehe wir uns merken konnten, wie die beiden Hauptstraßen heißen und wie die Streets darum herum laufen. Aber wir haben jede Menge gesehen. Die City Hall, Independence Hall, die 1. und die 2. Bank der USA, ein paar Kirchen und noch so einiges. Philadelphia war ja früher einmal die Hauptstadt der USA und demnach ist es auch sehr geschichtsträchtig. Außerdem muss eine Stadt, die einen Stadtteil mit dem Namen "Germantown" hat, ja auch einfach klasse sein (Grace Kelly wurde dort übrigens geboren). 

Eine kleine Erfahrung mussten wir auch machen, als wir im Visitors Center nach dem Klo suchten. WC's werden hier ja Restroom oder Bathroom genannt.... doof nur, wenn die Stadt sich nicht an amerikanische Regeln hält. Wir sind nämlich dreimal am "Toilets" Schild vorbeigelaufen :D  

Ich habe den Tag sehr genossen, da mir die Stadt sehr gefallen hat.

Die Rückfahrt war dann wieder sehr erlebnisreich, weil der Bus wegen Überhitzung ohne Klimaanlage fahren musste und wir die beiden Klappdächer auf dem Bus auf hatten. Kerstin und Ich hatten einen super Platz und wurden ...vom Winde verweht.....ein lustiger Roadtrip im Cabrio Open Air Bus lach


Das Beste hab ich euch noch gar nicht erzählt: Mitten in der Pampa von New Jersey steht ein ALDI!!!!!!!


In 2 Wochen fahren wir von Samstag früh bis Sonntagabend nach Washington DC. Das wird auch aufregend. Im Moment haben nur noch meine Zwillinge Schule, beim Großen haben die Sommerferien schon angefangen- aber wir sind noch nicht so weit fürs Camp- von daher darf ich noch ein bisschen Alleinunterhaltung betreiben....Nun denn 85 Tage noch und dann geht es ab in den Reisemonat!!!! Immerhin eine Absehbare Zeit!

16.6.08 22:27


Manchmal kommt alles anders als man denkt!

Gestern Abend hatte ich ursprünglich schon einen Blogeintrag verfasst, den ich dann allerdings wieder verworfen habe. Zu Negativ Sooo schlimm ist mein Leben ja dann auch nicht- leider neige ich dazu oft nur dann zu schreiben, wenn es mir nicht so gut geht. Also heute nochmal ein neuer Versuch!

Ich bin heute auch tatsächlich viel besser gelaunt! Und warum weiß eigentlich auch keiner....(Obwohl, doch- ganz insgeheim weiß ich das schon...ich habe Urlaub von einer bestimmten Person ^^)

Aber man soll sich ja nicht beklagen. Und nicht nur „man“, sondern auch Ich.

Trotzdem können auch hier nicht immer nur freundliche Gedanken aufkommen. (Eigentlich ist das Ganze recht interessant- sobald man es aus der psychologischen Seite sieht... Letztes Jahr konnte ich es kaum abwarten hier her zu kommen, endlich ausbrechen aus den alten, gewohnten Regeln und Situationen- etwas Neues kennen lernen.... Jetzt bin ich hier und kann kaum eifrig genug die Tage zählen bis es endlich wieder heimwärts geht. Nur kurz, gewohnte Luft schnuppern und sich heimisch fühlen. Wie ich mich kenne werde ich das ganze genau zwei Wochen aushalten, und dann sofort wieder weg wollen :D Immerhin erwartet mich jetzt zu hause auch ein großes Ziel- also habe ich dort vermutlich auch erst mal eine Aufgabe- auch wenn ich mich momentan noch nicht so wirklich darauf freue. Ich rede über das Ausziehen von Zu hause. Früher konnte ich mir nichts sehnlichster wünschen als alleine zu wohnen. Nachdem ich das jetzt 10 Monate beinahe praktiziert habe, freue ich mich sehr darauf endlich wieder Leute um mich zu haben, die mir im positiven Sinne auf die Nerven gehen. Ich habe hier zwar mehr Regeln als „zu hause zu hause“ (wie wir Aupairs das nennen), aber weniger Leute, die sich „um mich kümmern“. Wenn man nach nem schönen Städtetrip nach Hause kommt, voller Eindrücke und sich loswerden möchte, dann interessiert das keinen. Wenn man von „zu hause zu hause“ ein tolles Jobangebot bekommt und die Welt umarmen könnte, dann ist die Putzfrau die einzige, die das auch wirklich tut!


Aber wirkliche „Monster“ sind sie hier ja auch nicht. Man braucht nur manchmal etwas Ruhe/Ferien. Sally ist heute für 2 Tage weggefahren zu einem Konzert. Ich habe eine richtig lange Liste, was zu erledigen ist- da kommt einiges auf mich zu- Wettrennen gegen die Zeit. Scott kam heute nach Hause und meinte, er müsse jetzt ganz kurz noch nen Vertrag abschließen und dann kann er sich um die Kinder kümmern und morgen früh bräuchte er leider meine Hilfe, weil er früh losfahren müsse. Ich muss dann immer innerlich grinsen, weil ich mir denke: seit 290 Tagen manage ich die Morgende alleine, weil die Hausherrin lieber schläft *gg* Aber gut. Scott meinte gleich im ersten Satz, als er in die Küche kam, dass ich heute so viel Lachen würde- he likes that. Konnte ihm ja den wahren, innerlichen Grund nicht nennen, habe also die geplante DC Reise erwähnt. Ich freue mich sehr die Hauptstadt nochmal zu sehen- auch wenn ich schon mal dort war. Erstens weil die Stadt an sich natürlich toll ist, und zweitens, weil es erst mal für ein Wochenende raus geht hier. Ich weiß nicht, in wie weit es für zu hause gebliebene Leute nachvollziehbar ist, wie diese Arbeit/Wohnsituation an den Nerven zieht. In Deutschland war ich gewiss nicht eine, die immer ausgehen musste. Ich war auch mit Abenden zu hause zu Frieden, und sei es Wochenende. Hier spannen sich alle Muskeln an, und nichts kann mich hier halten, sobald ich frei bin. In diesem Kellerzimmer „gefangen“ zu sitzen, und oben getrampel zu hören ist einfach nicht gut für die Nerven. (Ja ich weiß- ich bilde es mir ein ) Abends entgehe ich der Situation mit Kopfhörern und lauter Musik und am Wochenende muss ich eben fliehen- und sobald man 2 freie Tage am Stück hat geht’s ab...nach DC

Ansonsten....die 2. Woche Sommerferien von H. Ist jetzt beinahe vorbei, auch die Twins haben morgen ihren letzten Tag. Ab Montag gehen alle drei von morgens 9 bis um mittags um 4 ins Camp.....

Auch für mich gab es letzte Woche gravierende Änderungen:

Letzten Freitag mussten wir unser 4. Auto, den Volvo abgeben. In 2 Wochen bekommen wir jetzt dafür einen Honda Accord. Ich bin also mein Auto los. Werde von nun an nur noch wechselweise ein Auto haben. Wieso wir das Auto mit den wenigsten Meilen und dem geringsten Spritverbrauch verkauft haben, ist eine sehr gute Frage^^ Aber dazu mal kein Kommentar. Das Ende vom Lied war, dass ich den Samstag ohne Auto verbringen musste, und sehr gefrustet war. Schließlich stehen hier in der Einfahrt weiterhin 3 Autos rum. Ich bin also nach White Plains mit dem Bus gefahren...das war aber auch ein Abenteuer :D Am Sonntag hat man mir dann aber seltsamer den Porsche gegeben um zum Bahnhof zu kommen. Wie ein kleines Kind kam dann hier die Vorfreude auf! GANGSCHALTUNG!

Porsche fahren ist lustig, auch wenn ich das Cabrioverdeck noch nicht ganz verstanden habe. Und erstaunlicher weiße musste ich mich wirklich aufs Schalten konzentrieren- mit dem Essen, Stadtplan lesen, Kinder beschäftigen, Streit schlichten, Aufräumen, EZ-Pass nebenher suchen und ähnlichem ist es wohl in Deutschland aus *lach*. Am Dienstag konnte ich dann den Automatikwagen gleich wieder schätzen, als ich ne Stunde im Stau stand und ich zunehmend verrückter wurde, da es mal wieder zu einem Rennen gegen die Zeit wurde.

Das Beste kommt aber noch: ich bekomme schon die ganze Woche graue Haare, wie ich das am Wochenende mit DC geregelt bekomme. Bisher konnte ich immer mit dem Volvo zum White Plains'er Bahnhof fahren, den da parken und dann mit dem Zug und Bus ins Wochenende starten. Dem ist ja jetzt nicht mehr so. Also habe ich beschlossen zu Sarah nach Chappaqua zu fahren, dort zu übernachten und wir starten am Samstag bei Nacht und Nebel von dort. Allerdings ist White Plains ja noch nicht Chappaqua. Ich rechnete insgeheim schon wieder mit dem Bus nach White Plains, Zug nach Chappaqua und Sonntag Nacht mit dem Taxi heim...bis...nun ja, bis heute Haltet euch fest: Ich darf mit dem PORSCHE zur Sarah fahren :D Aber nur unter der Bedingung, dass das Auto nicht am Bahnhof, sondern eben in jemandem's Driveway parkt....tja- und da beschwere ich mich? NÄÄÄÄÄÄÄ!!!!


Tausend Liebe Grüße und startet alle gut ins Wochenende!


(Btw: die Kinder schauen über mir schon wieder „Camp Rock“. Zum 4. Mal diese Woche. Ich frage mich, wie es sein wird, all die neuen Filme von Disney in Deutschland dann schon zu kennen^^ *mitsingen kann....“I am too cool, to know you....wuhuuuuhuuuuu“* )


27.6.08 02:12


Wochenende in DC

Hinter mir liegt das schönste Wochenende seit langem- wenn nicht sogar das schönste in meiner AuPair Zeit Ich war mit Kerstin und Sarah für 2 Tage in Washington DC und es war einfach klasse. Freitagabend durfte ich mit dem Porsche zu Sari fahren, und gemeinsam haben wir es auch in ein Cabrio verwandelt und haben eine kurze Spritztour gemacht- auch auf dem Parkway =) Mittlerweile bin ich wieder Schaltkönig und röhre nicht mehr durch die Straßen! Die Nacht habe ich bei Kerstin in der Sauna verbracht (ihr Zimmer heizt sich hier genauso auf wie meines in Deutschland) und nach ca. 2 Stunden Schlaf durften wir am Samstag um 4 in der Früh gleich wieder aufstehen.
War ganz interessant, weil um die Uhrzeit wirklich noch niemand unterwegs ist.
Um 12 sind wir dann in DC angekommen und haben eine Trolley Tour mitgemacht. Dies sind Hop on und hop off Busse, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern und man kann aussteigen wo man will und in den nächsten Bus wieder einsteigen. Wir sind 5 Stunden durch die Stadt gefahren und gelaufen und haben alle Memorials angeschaut, die uns über den Weg liefen- DC ist die Stadt der Memorials. Das Abraham Lincoln Memorial, auf dessen Stufen Martin Luther King seine „I have a Dream“ Rede gehalten hat, das Thomas Jefferson Memorial, wo viele Filme gedreht werden, Vietnam Memorial, Washington Monument (der Obelisk), Korean War Memorial, Theodor Roosevelt Memorial....und natürlich nicht die wichtigsten Dinge zu vergessen: der oberste Gerichtshof, die größte Bücherei der Welt (Library of Congress), das weiße Haus, die National Archieves, in denen die Bill of Rights, die Declaration of Independence, und die Constitution gelagert werden. Kurz: viel gelernt, viel geschwitzt, tausende Fotos gemacht, und eine tolle Zeit gehabt...... Endlich habe ich auch mal das Rätsel mit DC (ist es ein Staat oder nicht) geklärt...es ist kein Staat, gehört aber auch keinem an. Washington DC ist der District of Columbia und direkt der Regierung unterstellt! Allgemeinbildend gesehen war das Wochenende sehr erfolgreich
Wir haben sogar einen bush gesehen VOR dem weißen Haus^^
Am Abend saßen wir am Second World War Memorial und haben unsere Käsfüße im Wasser baumeln lassen, sangen „Dear Mister President“ von Pink (das Lied gibt’s in Amerika übrigens nicht), als sich der Himmel auf einmal verdunkelte und ein Gewitter auf kam. Sturm, Blitz und Donner und der Himmel mit dunklen Wolken, die beinahe lila und Pink erschienen. Und wie im Film Independence Day verdichteten sich die Wolken über den weißen Haus, und es irgendwie unheimlich. So schnell wir konnten wollten wir uns Hostel, haben es aber nicht mehr ganz vor dem Sintflutartigen Regen geschafft.
Nach einer längeren, aber dennoch nicht erholsamen Nacht (Klimaanlagen werden eines Tages von mir noch verflucht) ging es dann wieder los Wir sind in die Nationalen Archive und haben nochmal alles angeschaut, was wir am Tag vorher nicht geschafft hatten. Also nochmal direkt vors Capitol laufen- wusstet ihr, dass in Washington kein Gebäude höher sein darf als das Capitol? Einzig und allein das Washington Monument, die National Cathedrale und das Old Post Office verstoßen gegen diese Regel, weil die schon gebaut waren, ehe das Gesetz veröffentlicht wurde. Die fehlende Skyline mit den Skyscrapern hat aber auch ein gutes: Man sieht auch wirklich etwas.

Nach unserer 4 Stunden Busfahrt zurück nach Manhattan, (Kerstin und Ich hatten wieder tiefsinnige Gespräche und mussten feststellen, dass wir in 4 Stunden Bus fahren mehr miteinander sprechen als wir je mit unseren Gasteltern geredet haben, obwohl wir schon beinahe ein Jahr mit denen zusammen wohnen), sind wir dann abends gegen halb 9 wieder in Manhattan angekommen. Und wurden beinahe erschlagen. Die Türen des Busses gehen auf...und...kawuummm
Lichter, alles laut, Taxigehupe, Autos, Menschen, Geräusche, und vor allem diese Hetze! Die Stadt die niemals schläft. Und man könnte meinen, gerade in DC, wo alle 5 Minuten Hubschrauber über einen hinweg fliegen, wäre auch laut. Aber immer noch nicht zu vergleichen mit NYC..... man steigt aus, und die Eile hat einen wieder. Im Strom treiben lassen geht nicht, man muss mit rennen,und vor allem niemals stehen bleiben!!!!
30.6.08 19:23





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